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Georg Knill, Präsident der Industriellenvereinigung, gab iGlobenews ein Exklusiv-Interview. Die österreichische Industrie muss durch Innovation und Steigerung der Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Österreich fit für die Zukunft gemacht werden. COVID, steigende Energiekosten und der Fachkräftemangel sowie die EU-Sanktionen gegen Russland werden der österreichischen Industrie schwer zu schaffen machen und erfordern eine entschlossene Reaktion der Politik.

Diana Mautner Markhof, 22 February 2022

Der Präsident der Industriellenvereinigung (IV), Georg Knill, gab iGlobenews ein Exklusiv-Interview. Die IV vertritt die Interessen der Industrie in Österreich und spielt eine zentrale Rolle in der Regierungspolitik und der österreichischen Gesetzgebung. Die IV hat derzeit mehr als 4.500 Mitglieder aus einem breiten Spektrum von Branchen wie der industriellen Produktion, dem Kredit- und Versicherungswesen, der Infrastruktur und anderen industrieorientierten Dienstleistungen. Die Mitglieder des Verbandes machen 80 % der heimischen Industrieunternehmen aus.

Präsident Knill hat einen technischen Hintergrund. Im September 2021 wurde ihm von der TU Graz für seine besonderen Verdienste um die Förderung von Wissenschaft und Technik der Titel Ehrensenator verliehen. Vor seinem Eintritt in die IV war Präsident Knill geschäftsführender Gesellschafter der Knill Gruppe, einem familiengeführten Energieinfrastrukturunternehmen mit über 2.200 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von mehr als 336 Millionen Euro. Die Knill Gruppe ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Tochtergesellschaften in 17 Ländern. Sie befindet sich seit 1712 im Besitz der Familie Knill.

Als Präsident der IV ist Georg Knill eine wichtige Persönlichkeit in Österreich und auf europäischer Ebene. Die IV ist einer der modernsten und schlagkräftigsten Arbeitgeberverbände in Europa und vertritt die österreichische Wirtschaft auf europäischer Ebene in BusinessEurope. Präsident Knill ist die Stimme der österreichischen Wirtschaft.

iGlobenews: Welche Industriezweige waren während der COVID-Pandemie am stärksten betroffen? Haben sich diese Sektoren erholt, und wenn nicht, wann glauben Sie, dass das Produktivitätsniveau von vor der Pandemie wieder erreicht wird?

Präsident Knill: Die österreichische Industrie hat sich insgesamt gut entwickelt, auch wenn einige Sektoren stärker betroffen waren als andere. Bereits im März 2021 hat die Industrie ihr Vorkrisenniveau deutlich überschritten. Die Chemie- und die Automobilzulieferindustrie lagen deutlich über dem Vorkrisenniveau, der Maschinenbau hat stark aufgeholt, auch dank der von der Bundesregierung initiierten Investitionsprämie. Der Produktionssektor und seine Partner erweisen sich weiterhin als verlässliche Stütze des wirtschaftlichen Aufschwungs. Sofern es keine nicht vorhersehbaren exogenen Schocks gibt, wird sich der industriegetragene Aufschwung in moderatem Tempo fortsetzen.

iGlobenews: Wie werden sich mögliche EU-Sanktionen gegen Russland auf die österreichische und EU-Industrie auswirken?

Präsident Knill: Mit dem russisch-ukrainischen Konflikt haben Österreich und die EU einen Krisenherd direkt vor der Haustür. Eine politisch stabile Situation zwischen den beiden Ländern ist für unsere wirtschaftlichen Aktivitäten und Investitionen von großer Bedeutung. Die österreichische Wirtschaft ist sowohl mit der russischen als auch mit der ukrainischen Wirtschaft stark verflochten. Aber allein aufgrund der Größe des russischen Marktes ist sie zwischen Wien und Moskau stärker als zwischen Wien und Kiew. Russland war im Jahr 2020 der zweitgrößte Investor in Österreich und lag bei den inländischen Direktinvestitionen auf Platz 14. Für die Industrie ist es wichtig, dass Handelsabkommen wie das Assoziierungsabkommen zwischen der EU und der Ukraine wirklich eingehalten werden, dass die Märkte für Handel und Investitionen offen bleiben und dass Rechtssicherheit herrscht.

iGlobenews: Jeder Monat im Lockdown hat Österreich 0,3% des BIP gekostet. Wie viel hat die österreichische Regierung für Pandemie-Subventionen ausgegeben? Wie lange kann der österreichische Steuerzahler noch für diese Subventionen aufkommen? Wie viel hat die österreichische Industrie an EU-Subventionen erhalten?

Präsident Knill: Österreich hat bis Jänner 2022 rund 42 Milliarden Euro an Wirtschaftshilfe ausgezahlt bzw. genehmigt. Das sind natürlich gewaltige Summen. Angesichts der wirtschaftlichen Dramatik der Pandemie und der akuten Gefahr von massiven Arbeitsplatzverlusten – mit allen negativen Folgen – waren die Maßnahmen der Bundesregierungen richtig und notwendig. Es wäre aber zu kurz gegriffen, nur die rein finanziellen Aspekte der Hilfe zu sehen. Neben dem Geld war Flexibilität eine entscheidende Krisenwährung für die Unternehmen. So war beispielsweise die Corona-Kurzarbeit ein sehr wirksames Kriseninstrument, das den Unternehmen die wirtschaftliche Flexibilität gab, die sie in dieser schwierigen Situation brauchten. Dennoch ist es wichtig zu bedenken, dass Österreich diese Hilfsmaßnahmen umsetzen konnte, weil es zuvor eine weitgehend ausgeglichene Budgetpolitik betrieben hat, zu der wir nun so rasch wie möglich zurückkehren müssen. Wenn es uns gelingt, auch entsprechende Effizienzpotenziale in der öffentlichen Verwaltung zu heben, wäre es laut Experten sogar möglich, die Corona-Schulden in absehbarer Zeit zurückzuzahlen, ohne die Bürger zusätzlich zu belasten.

iGlobenews: Energiekosten wirken sich auf Produktionskosten aus. Laut einer aktuellen Umfrage der Wirtschaftskammer Österreich sehen 83% der Unternehmen den Anstieg der Strom- und Energiekosten als dramatisch an. Dieser Anstieg der Fixkosten wird sich negativ auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Exportindustrie auswirken. Die österreichische Regierung denkt aktiv über Energiesubventionen für private Haushalte nach. Wie kann man die Unternehmen unterstützen? Wie könnte dies finanziert werden?

Präsident Knill: Österreichs Unternehmen – insbesondere die energieintensive Industrie – sind mit einer dramatischen Energiepreisentwicklung konfrontiert. Die Preise für Strom und Gas sind um ein Vielfaches höher als vor der Krise. Wir stehen vor einer Herausforderung historischen Ausmaßes – mit dramatischen Folgen nicht nur für die Konsumenten, sondern auch für den gesamten Wirtschaftsstandort und unzählige Arbeitsplätze. Es ist legitim, Maßnahmen zu ergreifen, um die Haushalte in dieser Situation zu entlasten, aber es ist auch notwendig, dass die Bundesregierung über die Einrichtung eines Transformationsfonds nachdenkt, um die Unternehmen mittelfristig bei ihrer klimaneutralen Transformation zu unterstützen. Eine wichtige Maßnahme, um die Kostenexplosion bei Strom und Gas einzudämmen, könnte darüber hinaus eine Kompensation der durch hohe CO2-Zertifikatskosten gestiegenen Strompreise sein, wie sie in anderen EU-Ländern längst üblich ist. Die Zeit drängt in jedem Fall, denn viele Unternehmen sehen sich bereits jetzt gezwungen, die gestiegenen Kosten auf ihre Verkaufspreise umzulegen. Die Produktionsausfälle wären sonst zu hoch.

iGlobenews: Die Pandemie hat die Abhängigkeit des Westens von China nicht nur bei lebenswichtigen Medikamenten, Arzneimitteln, Computerchips, Ersatzteilen usw. deutlich gemacht. Novartis stellt Penicillin in Tirol her. Dieser Produktionsstandort ist einer der letzten in Europa, der Penicillin herstellt. Im Juli kündigten Novartis und die österreichische Regierung den Ausbau der Produktionsstätte in Kundl an. Welche Lehren sollten für die Zukunft gezogen werden? Wie kann die EU unabhängiger von China werden?

Präsident Knill: Erfolgreiche forschungsintensive Unternehmen wie Novartis bringen eine enorme Wertschöpfung für den Standort und das ganze Land profitiert davon. Die aktuelle Krise zeigt uns, warum es so wichtig ist, dass eine große Anzahl dieser Vorzeigeunternehmen, etwa im Pharmabereich, aber auch in zahlreichen anderen Branchen, in Österreich tätig sind. Forschungsintensive Unternehmen generieren nachweislich mehr Wertschöpfung und schaffen mehr Arbeitsplätze als Unternehmen, die nicht forschen. Aus diesem Grund setzt sich die Industrie stets für attraktive Rahmenbedingungen für F&E-starke Industrieunternehmen in Österreich und Europa ein. Dies bedeutet aber keineswegs, dass die Verflechtung der internationalen Wirtschaft generell zurückgedreht werden soll. Die europäische und österreichische Wirtschaft ist eng mit China verwoben. China rangierte kürzlich auf Platz drei der Investoren in Österreich, hinter Deutschland und Russland. Für die EU wird es weiterhin wichtig sein, weltweit möglichst ohne Hindernisse fairen Handel zu betreiben – dazu gehört auch, China und sein Potenzial besser nutzen zu können. Ein von Brüssel und Peking ausgehandeltes Investitionsabkommen, das Menschenrechts-, Demokratie- und Umweltaspekte nicht ausspart, könnte für einen faireren Wettbewerb mit China sorgen.

iGlobenews: Österreich leidet ständig unter Fachkräftemangel. Laut den Zahlen des AMS vom Dezember 2021 sind in Österreich ca. 336.000 Menschen auf der Suche nach einem Arbeitsplatz. Was sollte die österreichische Regierung tun, um Menschen dazu zu bewegen, eine Arbeit anzunehmen, einer Umschulung zuzustimmen, die Lehrlingsausbildung zu unterstützen usw. Können Arbeitslose in Anbetracht der hohen Arbeitslosigkeit geschult werden, um diese Jobs anzunehmen? Sollten die Arbeitssuchenden bereit sein, mobiler zu sein, wie in den USA? Welche Lösungen schlägt die IV vor?

Präsident Knill: Allein in der Industrie fehlen derzeit rund 12.000 Fachkräfte. Dieser Personalmangel macht sich nun auch in den Umsatzzahlen bemerkbar. Verschärft wird die Situation dadurch, dass die geburtenstarken Jahrgänge in Pension gehen, gleichzeitig aber zu wenig junge Fachkräfte nachkommen. Es ist daher notwendig, mehr Arbeitskräfte aus dem Ausland anzuwerben: Der Wettbewerb um die besten Fachkräfte ist längst nicht mehr nur ein österreichisches oder europäisches, sondern ein globales Thema. Dies erfordert die Umsetzung der Reformen der Rot-Weiß-Rot-Karte. Weiterer Handlungsbedarf besteht aus Sicht der Wirtschaft vor allem in den Bereichen (Aus-)Bildung, Lehrlingsausbildung, digitale Kompetenzen und Arbeitsmarkt. Darüber hinaus setzt sich die IV seit einiger Zeit für den Ausbau von MINT-Aktivitäten in Schulen ein, z.B. durch das MINT-Gütesiegel, das jährlich gemeinsam mit dem Bildungsministerium an besonders engagierte Schulen in diesem Bereich vergeben wird.

iGlobenews: Sie sind zum Ehrensenator der TU Graz ernannt worden. Wie kann die Gesellschaft Ihrer Meinung nach mehr Frauen dazu ermutigen, in technischen Bereichen zu studieren und zu arbeiten? Es geht darum, mehr Frauen für technische Lehrberufe, für das Studium an Fachhochschulen und technischen Universitäten zu gewinnen. Mehr Frauen in gut bezahlten technischen Berufen würden auch dazu beitragen, das geschlechtsspezifische Lohngefälle zu verringern.

Präsident Knill: Neben der Steigerung der Attraktivität von Lehrberufen muss es uns gelingen, mehr Mädchen und junge Frauen für technische Ausbildungen zu begeistern. Ziel ist es, Geschlechterstereotypen bei der Berufswahl aufzubrechen, um in Zukunft mehr Mädchen und junge Frauen für MINT-Berufe zu begeistern. Aus diesem Grund beteiligt sich die IV an der neuen Stiftung „MINTality“ zur Förderung des Fachkräftepotenzials und zur Stärkung von Frauenkarrieren in technischen Berufen. Die besondere Stärke der Stiftung liegt darin, dass sie unternehmerische Perspektiven bündelt und einbringt. Gepaart mit einer starken Schnittstelle zum Bildungssystem setzt sie verschiedene Arbeitsschwerpunkte, z.B. sollen erfolgreiche Projekte zur MINT-Förderung von Mädchen vernetzt und unterstützt und Maßnahmen zur innovativen Erzieherausbildung in der MINT-Wissensvermittlung und Geschlechtersensibilisierung entwickelt werden.

iGlobenews: Mit der Ökosozialen Steuerreform wurde die Körperschaftssteuer von 25% auf 23% gesenkt. Das wird der österreichischen Industrie helfen. Welche anderen Maßnahmen sind in diesem Paket enthalten, die für die Industrie gut sind? Wie wird der Schutz vor Carbon Leakage die Abwanderung und Verlagerung der österreichischen Industrie ins Ausland verhindern? Was ist die Kehrseite dieser Steuerreform aus Sicht der österreichischen Industrie?

Präsident Knill: Die lang erwartete Senkung der Körperschaftssteuer erhöht unsere Wettbewerbsfähigkeit und stärkt den Standort, obwohl eine Senkung auf 21 Prozent wünschenswert gewesen wäre. Beim CO2-Preis war es für die Industrie wichtig, dass es keine zusätzlichen Belastungen gibt, insbesondere für die energieintensive Industrie. Das würde Arbeitsplätze gefährden und wäre auch den Klimazielen abträglich. Kaum irgendwo wird klimafreundlicher produziert als in Österreich – eine Verlagerung der Produktion in andere Länder mit niedrigeren Umweltstandards, um den Anforderungen des Wettbewerbs gerecht zu werden, wäre daher absolut kontraproduktiv. Ganz zu schweigen davon, dass wir die Innovationskraft der Industrie im Kampf gegen den Klimawandel dringend brauchen – sie über Gebühr zu belasten wäre daher ebenso wenig hilfreich. Um die Wettbewerbsfähigkeit am Standort Österreich zu erhalten, wird die Carbon Leakage-Regelung für den Produktionssektor eingeführt. Damit soll die Verlagerung von CO2-Emissionen in Drittländer verhindert werden. Die Kompensation im Rahmen der Carbon Leakage-Regelung unterstützt somit Unternehmen, für die eine Umstellung auf CO2-neutrale Alternativen derzeit noch nicht möglich ist.

Ich sehe nicht unbedingt einen Nachteil für die Industrie im Zusammenhang mit der Steuerreform. Schließlich profitieren wir alle von einem erfolgreichen Kampf gegen den Klimawandel. Maßnahmen wie der regionale Klimabonus gehen in die richtige Richtung, indem sie finanzielle Härten abfedern. Gleiches gilt für die Aussetzung der Ökostrompauschale für 2022, die den ohnehin schon horrenden Energiepreisen Rechnung trägt, die eine enorme Belastung für die Industrie darstellen. Diese Flexibilität und Konzentration auf die aktuellen Herausforderungen wünsche ich mir auch für die Zukunft.

iGlobenews: Klimaministerin Leonore Gewessler ist stolz auf die Einführung des KlimaTickets für den öffentlichen und privaten Schienenverkehr, den Nahverkehr und die Verkehrsverbünde in ganz Österreich. Die Logistik- und Güterverkehrsbranche mit Zehntausenden von LKWs, die mit Dieselkraftstoff betrieben werden, ist europaweit für 25% der Kohlenstoffemissionen verantwortlich. Der Gütertransport sollte auf die Schiene verlagert werden. Was sollte die österreichische Regierung tun, um dies zu erreichen? Höhere Dieselsteuer, höhere Maut, steuerliche Anreize usw.?

Präsident Knill: Die Umstellung der individuellen Mobilität auf nachhaltige Technologien muss mit Hilfe von steuerlichen Anreizen beschleunigt werden – sowohl für die Konsumenten als auch für die Produktion. Anreize für die Anschaffung neuer emissionsarmer Fahrzeuge und für die Qualifizierung des Personals sowie für Forschung, Entwicklung und Erprobung neuer Technologien würden eine solche Beschleunigung bewirken. Gleiches gilt für Anreize durch die Investitionsprämie zum Ausbau der Produktionskapazitäten für die Herstellung alternativer Antriebe, die auf digitalen Produktionsprozessen aufbauen. Neben Anreizen wie der CO2-Bepreisung, die jetzt im Rahmen der ökosozialen Steuerreform umgesetzt wird, sind natürlich auch die notwendigen Kapazitäten und die Flexibilität für eine Verlagerung auf die Schiene wichtig – es muss also Infrastruktur geschaffen werden. Dafür müssen wir den Netzausbau stärken und flexibilisieren sowie die Genehmigungsverfahren beschleunigen. Die Energiewende wird nur gelingen, wenn die notwendige Energieinfrastruktur schnell ausgebaut wird. Alternative Antriebe wie Wasserstoff und E-Treibstoffe für Lkw werden in Zukunft eine große Rolle spielen.

iGlobenews: Sie haben gesagt, dass der Klimaschutz den Wohlstand nicht gefährden darf. Wie kann die Gesellschaft die richtige Balance zwischen dem Schutz der Umwelt und dem Schutz von Arbeitsplätzen und Unternehmen finden? Wer soll für den Klimaschutz zahlen?

Präsident Knill: Innovation statt Verbote ist das Gebot der Stunde. Weder der Umwelt noch der Gesellschaft ist geholfen, wenn heimische Unternehmen, die hier umweltfreundlicher produzieren können als anderswo, ins Ausland abwandern. Wohlstand kann nur gesichert werden, wenn es uns gelingt, Unternehmen im Land zu halten und Österreich als wettbewerbsfähigen Standort im internationalen Vergleich (USA, China) zu positionieren. Klimapolitische Ambitionen müssen daher Hand in Hand mit industrieller Wettbewerbsfähigkeit gehen und kohlenstofffreie und kohlenstoffarme Lösungen beinhalten, um die Ziele zu erreichen. Um diese Ziele erreichen zu können, müssen geeignete Rahmenbedingungen geschaffen werden, wie die ständige Verfügbarkeit von erneuerbaren und kohlenstoffarmen Energien zu wettbewerbsfähigen Preisen und ein historisches Investitionsprogramm. Die allgemeinen Investitionsbedingungen müssen verbessert, Engpässe beseitigt und Investitionen in Industriesektoren beschleunigt werden.

iGlobenews: Wie steht die IV zur Impfpflicht? Wie wird sich das auf den Arbeitsplatz auswirken? Können die Unternehmen nun gegen diejenigen vorgehen, die sich hartnäckig weigern, sich impfen zu lassen? Befürworten Sie die Verwendung von Steuergeldern, um Menschen zur Impfung zu bewegen?

Präsident Knill: Die Daten zeigen, dass eine möglichst hohe Durchimpfungsrate für die nachhaltige Bewältigung der Pandemie notwendig ist. Eine gesetzliche Impfpflicht ist ein letzter Ausweg, der aber akzeptiert werden muss. Was wir brauchen, ist Akzeptanz und eine möglichst breite Impfbereitschaft in der Bevölkerung. Die Industrie begrüßt daher Maßnahmen, die zu einer Erhöhung der Impfquote beitragen.

Bild: Präsident der Industriellenvereinigung Österreichs, Georg Knill ©
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