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Die Geschäftsführerin und Gründerin der WW Wohnwagon GmbH, Theresa Mai, gab iGlobenews ein Interview. Das erfolgreiche Startup hat Österreich auf die Landkarte des autarken Wohnens gebracht. Mit seinem einzigartigen, eleganten Design und innovativen Lösungen hat WW Wohnwagon das Wohnen auf kleinem Raum auf ein neues Niveau gebracht.


Die WW Wohnwagon GmbH hat sich zu einem der führenden Unternehmen im Bereich Design und Produktion von Tiny Houses (Winzige Häuser) in Österreich, Deutschland und der Schweiz entwickelt. Die Vision und die Tatkraft der Gründerin Theresa Mai haben ihr Startup erfolgreich gemacht. Die Kunden stehen Schlange, um diese schönen und funktionalen Häuschen zu erwerben. Die Preise für die kleinen Häuser liegen zwischen 100 000 und 200 000 Euro. Der erste Prototyp wurde durch eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne finanziert, und seitdem hat das Unternehmen nicht mehr zurückgeschaut. Mit über 130 verkauften Tiny Houses ist die Warteliste für ein solches Haus lang: ein Jahr, um genau zu sein. Ihre winzigen Häuser werden als winzige Friseurläden, kleine Büros, Hotels, mobile Restaurants und natürlich als Wohnungen genutzt.

In den USA ist die Tiny-House-Bewegung eine große Sache – vom Leben im Kleinbus über die Anpassung des eigenen Autos und das Leben in einem Wohnwagen bis hin zum maßgeschneiderten Tiny House auf Rädern der Spitzenklasse. Selbst wenn man es sich leisten kann, in einem großen Haus zu leben, entscheiden sich heutzutage viele für eine Verkleinerung. Die Umgewandelten verkleinern ihren ökologischen Fußabdruck, gewinnen Unabhängigkeit, indem sie netzunabhängig leben, und bleiben mobil.

In Österreich, Deutschland und der Schweiz – den Hauptmärkten von Wohnwagon – ist das netzunabhängige Wohnen nicht nur teurer, sondern auch rechtlich komplizierter als in den USA. Winzige Häuser müssen, wie ihre größeren konventionellen Cousins, den Bauvorschriften entsprechen, u.a. in Bezug auf Dächer, Isolierung und andere technische Spezifikationen. Die WW Wohnwagon GmbH hat jedoch Lösungen gefunden, die für den europäischen Markt geeignet sind. Sie war eine der ersten in Europa, die individuelle Lösungen für das Wohnen auf kleinstem Raum angeboten haben, und die einzige Firma, die ein einzigartiges Kreislaufsystem für autarkes Wohnen anbietet, das alle Energie mit null Fixkosten liefert.

Auf die Frage, wie sie den typischen Wohnwagon-Bewohner charakterisieren würde, antwortet Frau Mai, dass die meisten ihrer Kunden zwar nicht die Notwendigkeit haben, klein zu leben, sich aber für eine Verkleinerung entschieden haben. Sie betrachten es als Luxus und als ein Statement. Die meisten ihrer Kunden zelebrieren diesen Lebensstil, indem sie sich auf das Wesentliche besinnen, einschließlich der Nähe zur Natur und der Verwendung natürlicher Materialien – bitte kein Plastik. Siebzig Prozent der Wohnwagon-Bewohner leben ganztags in ihren Tiny Houses. Obwohl die Wohnwagen mobil sind, sind sie nicht dafür gedacht, von Campingplatz zu Campingplatz gefahren zu werden.

Die typischen Kunden von Wohnwagon sind jüngere Paare, die ihren eigenen Lebensraum im Einklang mit einer nachhaltigen Lebensweise suchen. Sie machen sich Gedanken über alle Aspekte ihres Lebens, von der Ernährung bis hin zur Lebensweise. Andere Kunden sind die ‚empty-nesters‘, die jetzt so leben wollen, wie sie es wollen. Die dritte Gruppe von Kunden beschreibt sie als solche mit dem „Tesla-Apple-Faktor“: Das sind Technologie- und Innovationsbegeisterte, die ständig überprüfen, wie viel Energie sie verbraucht haben.

Die Entscheidung zum Downsizing ist ein Trend, der sich während der Lockdowns in der Pandemie noch verstärkt hat. Bei Preisen wie denen eines WW-Wohnwagens könnten viele argumentieren, dass dieser Luxus in der Tat eine Lebensstilentscheidung der Privilegierten ist. Winzige Häuser mögen klein sein, aber sie können sehr komfortabel, gemütlich und einladend sein. Von Saunen bis hin zu Klavieren – der Himmel ist die Grenze dessen, was in diese begrenzten Räume passt. Um Jean-Jacques Rousseau zu zitieren: „Retour à la nature!“ könnte ein Hauptthema dieser immer weiterwachsenden Bewegung sein.

Im neuen Buch „Wie Wir Leben Könnten“ stellt Frau Mai Lösungen für ein selbsttragendes, unabhängiges, kleines Leben vor. Die Bewegung für ein Leben in kleinen Räumen wird in Zukunft an Popularität gewinnen. Ein kleines österreichisches Startup-Unternehmen wird zu einem Hauptakteur in dieser Branche, und Frau Mai, selbst eine Visionärin, hat ein erfolgreiches Unternehmen aufgebaut, das Tiny Houses für den europäischen Raum produziert.


Bildbeschreibung: Theresa Mai ©
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